
1987 - C64, Amiga, Atari, ST, Amstrad CPC, MS-DOS
Ölfirmen, Krankenhäuser, Zeitungen, Hotels, sogar eine eigene Spielefirma. In der goldenen Zeit von 64er und Amiga hatten die Hersteller immer neue Ideen für Wirtschaftssimulationen. Es waren eben auch relativ günstig herzustellende Spiele. Die Grafik brauchte außer ein paar wenigen Animationen (wenn überhaupt) nicht viel her zu geben. Wobei es schon manchmal sehr anstrengend war, dass optisch so gar nichts geboten wurde. Im Titel ist die Weltkarte der Amiga Version, hier mal das gleiche auf dem C64 (und der konnte definitiv mehr)
Allerdings war die Spielmechanik das Entscheidende.
Vermeer hat allerdings einen schöneren Ansatz gehabt, dem Spiel ein Ziel zu verpassen als nur einfach Steinreich zu werden.
So stattet ein Alter aber reicher Großvater seine vier potentiellen Erben mit dem gleichen Barvermögen aus, auf dass sie zu Reichtum kommen und beweisen, wer das Erbe am Besten verwalten kann. So machen sich die Spieler auf, das Geld in Plantagen und Frachtaufträge zu investieren. Doch es zählt nicht allein das Geld, das man bis zum gesetzten Spielziel Zeitpunkt haben muss, nein, der reiche Onkel möchte Vermeers haben. Diese muss man jedoch auf Versteigerungen versuchen zu erstehen und die anderen Spieler bieten immer fleißig mit. Man muss also gut überlegen wann man wie sein Geld aus gibt, denn aller Reichtum nutzt am Ende nichts, wenn man kein einziges Bild vorzuweisen hat. Noch dazu läuft man Gefahr eine Fälschung zu kaufen und sein Geld in den Sand gesetzt zu haben. Man muss also immer das Größere Ziel im Auge behalten und wissen wann man sein Geld wohin investiert.
2004 gab es eine Neuauflage als Vermeer 2 - The Great Art Race, die man bspw. bei Steam bekommt.
Ansonsten sind vergleichbare Spiele heutzutage eher selten gesehen. Patrizier 4 kommt dem vielleicht am nächsten. Die anderen Versuche den Planer oder Ports of Call zu erneuern sind eher etwas dürftig. Aber ein Blick auf Vermeer 2 lohnt sich da durchaus, es ist vielleicht heutzutage nicht mehr überragend aber ein gutes Stück Nostalgie und hat ein spaßiges Spielprinzip, das über die Jahre nicht schlechter geworden ist.


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